Bantam

Die Frage der Entstehung und Erzüchtung der von uns heute so bezeichneten Bantam ist mit letzter Sicherheit nicht zu beantworten, auch weil die Bezeichnung „Bantam“ im 19. Jahrhundert und auch später generell die Bezeichnung für die Zwerghuhnform war und im Angelsächsischen auch heute noch ist (unsere Bantam heißen dort Rosecomb Bantam). Wie viele andere Rassen so stand auch die Wiege der Bantam in Ostasien.

Nach der einen Theorie nach sind die Bantam in Japan geformt und dann auf die Insel Java gebracht worden, nach der anderen wird der Entstehungsort der Rasse direkt nach Java (französische Bezeichnung ebensfalls Java) verlegt. Nach englischen Aufzeichnungen wurde das Huhn im Hafen Bantân auf Java entdeckt und anschließend nach England und Kontinentaleuropa importiert.

Die Form der Bantam in ihrer Gesamtheit ist wohl einmalig in der Rassegeflügelzucht. Sie haben im Vergleich mit anderen Rassen ganz markante, unverwechselbare und ausgeprägte Rassemerkmale. Das Zusammenspiel dieser Punkte zaubert besonders beim Hahn ein Hauch von Adel, Stolz und Erhabenheit hervor. Auch jedem Laien stechen zumindest beim männlichen Geschlecht die folgenden Rassemerkmale gleich ins Auge:

  • Volle, breite, sehr lange Haupt- und Nebensicheln, die im Idealfall kreisrund gebogen sind und die Steuerfedern vollständig verdecken.

  • Breite, gut gerundete, etwas nach vorne gewölbte Brust
  • Gesenkt getragene Flügel, mittelhoher Stand mit kurzem, breiten Körper, wobei das Gewicht beim Hahn bei ca. 600 Gramm liegt. Die Größe bis zur Kammspitze beim Hahn beträgt 26 cm.
  • Gut gerundete Rückenpartie mit ziemlich hoch getragener Schwanzpartie, mit fließenden, runden Übergängen, die die Feinlinigkeit des Gesamteindrucks unterstützen
  • Kleiner, breiter Kopf, den runde reinweiße Ohrscheiben schmücken, mit einem leuchtend roten, nicht zu großen Rosenkamm, der in einem gerade auslaufenden Dorn endet.

Quelle: http://bantam-klub.de/